Social and Emotional Neuroscience (SENS)
Arbeitsgruppe Soziale und Emotionale Neurowissenschaften
Leitung der Arbeitsgruppe
- Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
Thema, Forschungsart und Ziele
Wir sind ein Team von Wissenschaftler:innen, die sich auf die Erforschung menschlichen Verhaltens und die Wahrnehmung in sozial und emotional herausfordernden Situationen spezialisiert haben. Wir sind davon überzeugt, dass psychische Gesundheit eng mit sozialer Unterstützung und Zugehörigkeit verbunden ist. Deshalb arbeiten wir daran, die Grundlagen und Veränderbarkeit menschlicher Wahrnehmung und Verhaltensweisen in intimen und sozial herausfordernden Situationen (wie etwa Partnerschaft, Sexualität aber auch akute und chronische Traumatisierungen) besser zu verstehen. Das Zusammenspiel von körperlicher Wahrnehmung, Kognitionen und Verhalten stehen dabei im Mittelpunkt der Entwicklung und Erforschung neuer Behandlungsmethoden. Um unsere Forschungsziele zu erreichen, bedienen wir uns eines breiten Methodenspektrums, das klinische, neurobiologische und phänomenologische Ansätze umfasst. So wird beispielsweise menschliches Verhalten mit Hilfe von computergestützten Verfahren und Echtzeit-Verhaltenstracking in virtueller Realität mit anderen Faktoren wie hormonellen Veränderungen oder bildgebenden Befunden (z.B. MRT, EEG) kombiniert.
Aktuelle Projekte
Partnerschaft und Sexualität
Wie beeinflussen traumatische Erfahrungen unser Verhalten in Partnerschaft und Sexualität? Dieser Frage gehen wir mit standardisierten Befragungen und sexualpsychologischen Experimenten bei Menschen mit und ohne Diagnose einer Persönlichkeitsstörung nach ( Flyer Studienteilnahme SENS ). Darüber hinaus entwickeln und überprüfen wir neue Behandlungsangebote für Menschen mit Problemen in Partnerschaft und Sexualität nach traumatischen Erfahrungen (weitere Infos unter: Flyer Trust ).
Körper und Bewegung in Psychiatrie und Psychotherapie
Körperliche Wahrnehmung und Aktivität sind eng mit emotionalem Erleben verknüpft. Mit Hilfe moderner Methoden untersuchen wir Körperwahrnehmung und Körperreaktionen auf emotionale Stimuli. In einer aktuellen Studie gemeinsam mit dem Athleticum und der Abteilung für Physiotherapie überprüfen wir außerdem die Nutzung von spezifischen Sportinterventionen bei Persönlichkeits- und Belastungsstörungen.
Sozialer Stress und traumatische Erlebnisse
Akute Traumatisierungen im Erwachsenenalter sowie belastende Erfahrungen in der Kindheit können nachhaltige Auswirkungen auf die psychische Gesundheit und die soziale Funktionsfähigkeit der Betroffenen haben. Wir untersuchen die Wechselwirkungen zwischen neurobiologischen, Verhaltens- und Umweltfaktoren sowie der psychischen Symptomatik bei Menschen nach akuter Traumatisierung sowie belastenden Erfahrungen in der Kindheit. Aktuell führen wir außerdem eine Medikamentenstudie für Alpträume bei Posttraumatischer Belastungsstörung durch (Sie wollen mitmachen? Flyer ClonDo ).
Entwicklung neuer Forschungsmethoden
Die Untersuchung von Patient:innen und Proband:innen mit Hilfe von Selbstauskünften, u.a. Fragebögen, unterliegt erheblichen Einschränkungen. Deshalb entwickeln wir in unserem Labor Verhaltenstests, die das tatsächliche Verhalten in einer ökologisch validen Umgebung erfassen. Wir nutzen u.a. virtuelle und erweiterte virtuelle Realitäten, um menschliches Verhalten und Körperreaktionen auf emotionale Stimuli in standardisierten Settings zu erfassen (Sie wollen mitmachen? Flyer VR ).
Publikationen
Mitarbeiter:innen der AG
M.Sc. Hannah Warkentin
Mag.rer.nat. Judith Gleixner
M.Sc. Lateefah Roth
Dr. med. Amadea Mosebach
Dr. med. Amir Yassari
Dr. med. Sabrina Holst
Mareike Papenfuß
Aktuelle Medizindoktorand:innen:
Joelle Plath
Stephan Riemekasten
Pamina Frömming
Katarina Tolic
Rose Gholami