Team
Schwerpunkte
Klinische Versorgungsschwerpunkte:
Alle angeborenen und erworbenen Erkrankungen der Nieren und ableitenden Harnwege im Kindesalter, inkl. Pränatalberatung, Nierenfunktionsdiagnostik (inkl. Inulinclearance und 24 Stunden-Blutdruckmessung).
Unsere Spezialgebiete sind:
- Chronische Niereninsuffizienz mit Nierenersatztherapie (Peritonealdialyse, Hämodialyse, Nierentransplantation)
- akutes Nierenversagen (inkl. Hämofiltratations- und Plasmaphereseverfahren)
- angeborene und erworbene Glomerulopathien und Tubulopathien
- psychologische und diätetische Beratung
- nephrologisches Labor.
Studien
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Die Rolle des Podozyten im Rahmen Komplement-vermittelter Nierenerkrankungen
Die Rolle des Podozyten im Rahmen Komplement-vermittelter Nierenerkrankungen
(Dr. med. A. Dettmar, J. Abt, PD Dr. med. J. Oh)Das Komplementsystem stellt einen entscheidenden Teil der angeborenen Immunabwehr dar. Eine Aktivierung des Systems führt über eine Signalkaskade zur Ausbildung eines Membran-Angriffskomplexes, welcher zur Elimination von Pathogenen führt. Eine Dysregulation des Komplement-Systems kann aber auch zum Angriff Körper-eigener Zellen führen. Im Rahmen von Komplement-vermittelten glomerulären Erkrankungen steht auch der Podozyt, ein wichtiger Bestandteil des renalen Filters, im Mittelpunkt. Wir konnten bereits zeigen, dass der Podozyt aber nicht nur das Ziel einer überschießenden Komplementaktivierung ist, sondern sich selbst auch aktiv durch die Sekretion von inhibitorischen und aktivatorischen Komplementkomponenten an der lokalen Entzündungsreaktion beteiligen kann.
Ziel der Studie: Untersuchung der Rolle des Podozyten im Rahmen komplement-vermittelter Glomerulopathien.
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Die Bedeutung des Calcium-Sensing Rezeptor für die podozytäre Funktion
Die Bedeutung des Calcium-Sensing Rezeptor für die podozytäre Funktion
(Dr. med. A. Dettmar, PD Dr. med. J. Oh)
Der calciumsensitive Rezeptor ist ein Rezeptorprotein aus der Gruppe der G-Protein-gekoppelten Rezeptoren und ist für die Bestimmung des extrazellulären Calciumspiegels verantwortlich ist. Der calciumsensitive Rezeptor kommt insbesondere auf der Oberfläche von Hauptzellen der Nebenschilddrüse vor und beeinflusst dort die Sekretion von Parathormon. Er wird aber auch in Podozyten exprimiert und beeinflusst dort das Zytoskelett, die Morphologie und Funktion der Zellen. Die Aktivierung des CaSR durch Calcimimetika führt zu einer Stabilisierung der Nierenfunktion und zu einem Rückgang der Proteinurie.
Ziel der Studie: Aufklärung der physiologischen Rolle des CaSR in Podozyten
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GPN-Register für Erkrankungen assoziiert mit WT-1 Keimbahnmutation
GPN-Register für Erkrankungen assoziiert mit WT-1 Keimbahnmutation
(Dr. med. A. Lemke, Prof. Dr. med. M.J. Kemper)
Das Wilms-Tumorsuppressorgen 1 (WT1) kodiert für einen Transkriptionsfaktor der eine wichtige Rolle während der embryonalen Genital- und Nierenentwicklung spielt. Mit WT1-Mutationen verbunden sind Entwicklungsbesonderheiten der Nieren, die in der Regel mit Proteinurie einhergehen und bis zur terminalen Niereninsuffizienz führen können. Beobachtet werden auch Nephroblastome und Fehlbildungen der Geschlechtsorgane. Nicht immer gelingt die Zuordnung zum einem der drei in der Literatur beschriebenen Syndrome (Denys-Drash-Syndrom, Frasier-Syndrom, WAGR-Syndrom).
Ziele der Studie: Erfassung aller in Deutschland betreuten Kinder und Jugendliche mit nachgewiesener WT1-Keimbahnmutation. Dokumentation der klinischen Bandbreite der Erkrankungen und Erstellung von Genotyp-Phänotyp-Korrelationen. Anschlussprojekte sind in Planung.
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Inzidenz und Therapie von BKV- und JCV-Infektionen nach pädiatrischer Nierentransplantation
Inzidenz und Therapie von BKV- und JCV-Infektionen nach pädiatrischer Nierentransplantation
(Dr. R. Schild, PD J. Oh)
Die BK- und JC-Viren gehören zu der Gruppe der Polyomaviren. Nach einer Primärinfektion können die Viren in Zellen des Körpers, insbesondere in der Niere, persistieren. Patienten nach Nierentransplantation haben ein erhöhtes Risiko eine Polyomavirus-assoziierte Nephropathie und damit verbundene Funktionseinschränkung des Transplantates zu entwickeln. Eine spezifische Therapie steht bisher nicht zur Verfügung.
Ziele der Studie: Beschreibung der Inzidenz von Polyomavirus-assoziierter Problematik nach pädiatrischer Nierentransplantation und Evaluation der Therapiestrategien.
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International Peritoneal Biospie Studie in Kindern
International Peritoneal Biospie Studie in Kindern
(Dr. R. Schild, PD Dr. Jun Oh, Prof. Dr. CP Schmitt (Universität Heidelberg))
Innerhalb weniger Jahre nach Beginn einer Peritonealdialyse kann es bereits zu massivem fibrotischen Umbau des Peritoneums kommen. Dies führt zwangsläufig zu einer Abnahme der Filtrationsfähigkeit des Peritoneums und damit zu einer deutlichen Verschlechterung der Dialyse.
Ziele der Studie: Im Rahmen einer internationalen, prospektiven multizentrischen Studie sollen Peritonea-biopsien gesammelt und untersucht werden. Quantitative Histomorphometrische Untersuchungen und Protein Expressionsanalyse sollen u.a. durchgeführt werden.
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Register
1. Cooperative European Pediatric Renal Transplant Initiative (Universitätskinderklinik Heidelberg)
2. Register für HUS der Gesellschaft für Pädiatrische Nephrologie (Universitätskinderklinik Innsbruck, Österreich)
3. GPN-Nephronophthise-Register
4. GPN-MPGN-Register
5. aHUS Register Innsbruck (HUSNet), (Universitätskinderklinik Innsbruck, Österreich)
6. GPN-Register zur Erfassung der schweren Purpura Schönlein Henoch Nephritis (PSHN-Register)
7. GPN-Register: Steroidsensibles Nephrotisches Syndrom (SSNS): Erfahrungen mit Rituximab (Universitätskinderklinik Hamburg/Eppendorf)
8. International Pediatric Dialysis Network (Universität Heidelberg)