Prävention im Kindes- und Jugendalter
Die Forschungsgruppe „Prävention im Kindes- und Jugendalter“ bearbeitet seit 2002 unter der Leitung von PD Dr. Silke Pawils und Stellvertretung Dr. Franka Metzner-Guczka ein breit gefächertes Themenspektrum im Bereich Prävention und Gesundheitsförderung.
Die Projekte beziehen sich meist auf die Zielgruppe von Kindern und Jugendlichen und werden initiiert, um praxisnah entwickelte Präventionsmaßnahmen auf ihre Wirksamkeit im jeweiligen Setting (Geburtskliniken, Kinder- und Frauenarztpraxen (Babylotse und KID-PROTEKT), Kindertagesstätten (Schatzsuche), Schulen (School Nurse)) hin zu überprüfen, eine verbesserte Methodik zur Implementationsforschung zu entwickeln (Chimps-Net), oder bestmögliche Zugangswege zu bestimmten Zielgruppen (Smart-Moms und Smart-e-Moms) zu ermitteln.
Darüber hinaus werden Untersuchungen zum präventiver Kinder- und Jugendschutz sowie medizinischem Kinderschutz durchgeführt, um möglichst allen Kindern und Jugendlichen eine bestmögliche Entwicklung zu gewährleisten. Dabei geht es dann um pädiatrische Versorgungsforschung bei spezifischen Zielgruppen (Familien mit Migrationshintergrund, Minderjährige Geflüchtete, Kinder mit psychisch erkrankten Eltern).
Auftraggeber der Arbeitsgruppe sind u.a. Bundesministerien, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ( BZgA ), das Nationale Zentrum Frühe Hilfen ( NZFH ), der Innovationsausschuss des Gemeinsamen Bundesausschusses ( G-BA ), verschiedene Landesbehörden und Stiftungen.
- Arbeitsgruppenmitglieder
- Projekte
- Qualifikationsarbeiten
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Arbeitsgruppenmitglieder
Leitung
Priv.-Doz. Dr. phil. Dipl.-Psych.Silke Pawils- Forschungsgruppenleiterin
- Wissenschaftliche Mitarbeiterin
TelefonE-MailGewaltprävention / Migranten
Dr. phil. Dipl.-Psych.Franka Metzner-Guczka- Psychologische Psychotherapeutin
- Wissenschaftliche Mitarbeiterin
TelefonE-MailPsychische Gesundheit / Postpartale Depression
Viola LoewM. Sc. Psychologie- Wissenschaftliche Mitarbeiterin
TelefonE-MailStudentische Hilskräfte und Praktikanten
- Carolin Debbing
- Maria-Antonia Schmeisser
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Projekte
Akronym Inhalt Förderer Laufzeit Eltern-Ordner RCT zu Eltern-Materialien Bundesministerium für Bildung und Forschung und BZgA 4/2005 bis 04/2008 Kinder-KOMPT Med. Diagnostik in Rechtsmedizin Sozialbehörde Hamburg und Kroschke-Stiftung 11/2008 bis 04/2010 GiK Gewaltprävention im Kindesalter Sozialbehörde Hamburg 12/2008 bis 04/2010 MuM Ambulantes Frühwarnsystem in Frauenarztpraxen UKE 07/2009 bis 04/2010 Babylotse stationär Kinderschutz ab der Geburt in Geburtskliniken Sozialbehörde Hamburg und Hamburger Spendenparlament 11/2007 bis 05/2011 Risikoinventare Bundesweiter Vergleich der Risikoinventare UKE 07/2009 bis 04/2010 U6/U7 Verpflichtende U-Untersuchungen in HH Gesundheitsbehörde Hamburg 01/2011 bis 03/2012 Schatzsuche Förderung seelischer Gesundheit in Kitas GKV-Spitzenverband 09/2011 bis 12/2012 KNP Vernetzung von Experten zu Präventionsmethoden und Nutzbarmachung Bundesministerium für Bildung und Forschung 04/2009 bis 03/2013 Erziehungsfähigkeit Einschätzung von Erziehungsfähigkeit durch Sachverständige UKE 10/2011 bis 12/2013 Babylotse ambulant Kinderschutz ab der Schwangerschaft in Frauenarztpraxen Sozialbehörde Hamburg und Peter Möhrle Stiftung 01/2012 bis 12/2013 Quant Stiftung 01/2014 bis 09/2014 CANSAS Sucht als Ursache von Gewalt gegen Kinder Bundesministerium für Bildung und Forschung 04/2013 bis 12/2016 KANU Prävention für Kinder psychisch Erkrankter Deutscher Stifterverband 01/2014 bis 01/2017 Flüchtlingsambulanz Komplexe Traumafolgestörungen bei minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen Stiftung Children for Tomorrow 01/2014 bis 12/2015 Soziale Unterstützung Soziale Unterstützung von geflüchteten Jugendlichen und jungen Erwachsenen UKE und Universität Hamburg 05/2015 bis 04/2016 Versorgung traumatisierter Kinder Expertise zur Versorgung traumatisierter Kinder und Jugendlicher in Deutschland Bundesministerium für Gesundheit 11/2015 bis 01/2017 EMDR Kita EMDR-Gruppen für traumatisierte Flüchtlingskinder in Kitas EMDRIA Europe 09/2016 bis 12/2017 „Einfach Stark“ - „Soziale Prävention“ zur Zusammenarbeit von PädiaterInnen und der Jugendhilfe in Kinderarztpraxen
[Förderer Gesundheitsministerium NRW; Laufzeit 01.11.2017 – 31.12.2019; Kooperation Deutsche Gesellschaft Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ); Institut für Soziale Arbeit (ISA)] Evaluation des Angebots einer Jugendhilfesprechstunde in Kinderarztpraxen zur direkten Weiterleitung von Familien mit Unterstützungsbedarf„Kid-Protekt“ – Schnittstellenmanagement Medizin und Jugendhilfe
[Förderer Innovationsfond des GB-A; 01.09.2018 – 31.08.2021; Kooperation Stiftung SEEYOU; AOK Rheinland Hamburg] Das RCT mit 24 Facharztpraxen mit N=8.458 Familien zeigt eine evidente Versorgungslücke unter den aktuellen Bedingungen der Regelversorgung auf: Belastete Familien wurden nicht zuverlässig erkannt, angesprochen und weitergeleitet. Die kindzentrierten psychosozialen Grundversorgung führte zu einer dreifach höheren Vermittlungsrate von unterstützungsbedürftigen Familien an Hilfsangebote. Die geschulten Praxen konnten ihrem gesetzlichen Auftrag zur bedarfsorientierten Information über regionale Unterstützungsangebote für Eltern und Kind (§§ 24d, 26 SGB V) signifikant besser nachkommen.„SCHOOL NURSES - Schulgesundheitsfachkräfte und deren Wirkung auf die Schüler:innengesundheit“
[Förderer Bundesministerium für Bildung und Forschung; Laufzeit 01.01.2020 – 31.12.2021; Kooperation Fachbereich Erziehungswissenschaften an Uni Siegen (D. Mays)] Eine erste systematische Sichtung der internationalen empirischen Ergebnisse empfiehlt eine weitere Evaluierung der Wirksamkeit von Schulgesundheitsfachkräfte im Bereich der psychischen Gesundheit und bei Kindern mit niedrigem sozioökonomischem Hintergrund.CHIMPS-NET Zugänge zu Kindern und Jugendlichen mit psychisch kranken und suchtkranken Eltern
[Förderer Gemeinsamer Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen (GB-A); Laufzeit 01.02.2020 – 28.02.2022; Fördersumme: Kooperation Kinder- und Jugendpsychiatrie am UKE (S. Wiegand-Grefe)]Handlungsleitfaden „Kinderschutz bei Chronischer Erkrankung“ für die interdisziplinäre Betreuung von Kindern mit chronischen Erkrankungen durch Medizin und Kinder- und Jugendhilfe
[Förderer Kroschke Stiftung und Stiftung „Hamburg macht Kinder gesund“; Laufzeit 01.07.2021 – 31.12.2022; Kooperation Jugendamt Hamburg] Die internationale Studienlage belegt, dass Kinder und Jugendliche mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen häufiger von körperliche Misshandlung, Vernachlässigung und sexualisierter Gewalt betroffen sind, als medizinisch gesunde Kinder und Jugendliche. Mit einem partizipativ von Kinder- und Jugendärzt:innen und Mitarbeitenden der Jugendhilfe entwickelten digitalen Leitfadens für interdisziplinäre Betreuung von Kindern mit chronischen Erkrankungen soll zukünftig die Zusammenarbeit aller Beteiligten verbessert werden.„PSYCH-U“ – Psychodiagnostisches Screening in der U-Untersuchung beim Kinderarzt
[Förderer Bundesministerium für Gesundheit; Laufzeit 01.01.2020 – 31.12.2022; Kooperation Kinderklinik am Uniklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) und Berufsverband der Kinder- und Jugendmediziner (BVKJ)] 2.709 Eltern in 19 Kinder- und Jugendarztpraxen zeigten, dass eine strukturierte Erfassung psychischer Auffälligkeiten im Rahmen der U-Untersuchung praktikabel und machbar ist. Derzeit kann der bereits ausreichend validierte SDQ in Tablet-basierter Form empfohlen werden.
„SMARTMOMS“ – Smartphone-Zugang zu Müttern mit postpartaler Depression;
[Förderer Damp Stiftung; Laufzeit 01.03.2020 – 31.12.2022]
und „SMART-e-MOMS“ – smartphone-basiertes therapeutisches Angebot für Frauen mit postpartaler Depression
[Förderer Innovationsfond des GB-A; Laufzeit 01.03.2020 – 28.02.2026; Kooperation Klinische Psychologie an Freie Universität Berlin (B. Renneberg), Center for Digital Health and Science an Freie Universität Berlin (C. Knaevelsrud)] Gegenstand des Projekts ist die Entwicklung, Einsatz und Evaluation einer Smartphone-Anwendung zur Verbesserung der Versorgung von Müttern mit postpartaler Depression. Die Ergebnisse der Evaluation mit über 170 Nutzerinnen-Rückmeldungen waren bereits im Vorhaben Smart-Moms derartig vielversprechend, dass dem Bedürfnis und Wunsch der Versorger:innen und Betroffenen entsprochen wird und ab 2023 mittels der Förderung durch den Innovationsfond des GB-A die Web-App um ein digitales, therapeutisches Versorgungsangebot erweitert wird, dass bis 2026 klinisch in Kooperation mit der FU Berlin geprüft wird. -
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Qualifikationsarbeiten
- Wlodarczyk, Olga (in Arbeit). Kinder psychisch kranker Eltern in der Versorgung und Prävention. Dissertation, PhD-Programm für Nicht-Mediziner/-innen, Medizinische Fakultät Universität Hamburg, Stipendiatin Stifterverband der Deutschen Wissenschaft
- Metzner, Franka (in Arbeit). Komplexe Traumafolgestörungen bei Kindern und Jugendlichen. Dissertation, Fakultät für Psychologie und Bewegungswissenschaften, Universität Hamburg
- Schramm, Annika (in Arbeit). Schutzfaktoren von Kindern depressionserkrankter Eltern - Ein systematisches Review. Masterarbeit, Fakultät für Psychologie und Bewegungswissenschaften, Universität Hamburg
- Pahlke, Stephanie (in Arbeit). Die Relevanz komplexer Traumafolgestörungen bei Kindern und Jugendlichen mit Typ-II-Traumata aus Sicht von Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten - eine repräsentativen Befragung in Deutschland. Masterarbeit, Fakultät für Psychologie und Bewegungswissenschaften, Universität Hamburg
- Zimmer, Isabel (in Arbeit). Soziale Unterstützung bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Masterarbeit, Fakultät für Erziehungswissenschaft, Universität Hamburg
- Christoff, Lisa (in Arbeit). Berücksichtigung von Kindern suchtkranker Eltern und Umgang mit Kindeswohlgefährdung in deutschen Suchthilfeeinrichtungen: eine Bestandsaufnahme vorhandener Verfahren. Bachelorarbeit, Fakultät für Psychologie und Bewegungswissenschaften, Universität Hamburg
- Diesing, Alice (in Arbeit). Die komplexe posttraumatische Belastungsstörung bei Kindern und Jugendlichen - Ein systematisches Review. Bachelorarbeit, Fakultät für Psychologie und Bewegungswissenschaften, Universität Hamburg
- Römer, Maximilian (in Arbeit). Kulturelle und biographiebezogene Einflussfaktoren auf die psychotherapeutische Triade in der Arbeit mit traumatisierten Flüchtlingen aus Perspektive der Dolmetscher. Bachelorarbeit, Fakultät für Psychologie und Bewegungswissenschaften, Universität Hamburg
- Yilmaz, Gökhan (in Arbeit). Wirksamkeit von traumafokussierter Psychotherapie bei minderjährigen Flüchtlingen: ein systematische Literaturanalyse. Bachelorarbeit, Fakultät für Psychologie und Bewegungswissenschaften, Universität Hamburg
- Dahm, Kristina (in Arbeit). Häufigkeit von einfachen und komplexen Traumafolgestörungen bei Patienten der Traumaambulanz in der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf - eine Aktenanalyse. Diplomarbeit, Fakultät für Psychologie und Bewegungswissenschaften, Universität Hamburg
2014
- Höfler, Johanna (2014). Familien mit Migrationshintergrund im Sozialen Frühwarnsystem "Babylotse Hamburg" ambulant - eine Analyse von psychosozialen Belastungsfaktoren im Zeitraum von Schwangerschaft, Geburt und erstem Lebensjahr des Kindes. Bachelorarbeit, Fakultät für Psychologie und Bewegungswissenschaften, Universität Hamburg
- Marin, Nina (2014). Developmental Trauma Disorder in Children and Adolescents: A Systematic Review. Bachelorarbeit, Fakultät für Psychologie und Bewegungswissenschaften, Universität Hamburg
- Raus, Sophia (2014). Bundesweite Befragung niedergelassener Gynäkologen zur Diagnostik und Versorgung postnataler Depressionen. Masterarbeit Psychologie, Universität Hamburg
- zur Nieden, Janine (2014) Repräsentative Befragung niedergelassener Gynäkologen zur psychosozialen Beratung von Schwangeren. Diplomarbeit, Fakultät für Psychologie und Bewegungswissenschaften, Universität Hamburg
- Steidler, Annika (2014). Die Bedeutung von Vätern und väterlichen Risikofaktoren in Familien im sozialen Frühwarnsystem "Babylotse Hamburg" ambulant. Bachelorarbeit, Fakultät für Psychologie und Bewegungswissenschaften, Universität Hamburg
2013
- Gries-Ewert, Sabine (2013). Gewaltprävention im Kindesalter "Early Starter Hamburg": Akzeptanz und Fallanalyse. Diplomarbeit, Fakultät für Psychologie und Bewegungswissenschaften, Universität Hamburg
- Lapsien, Kaja (2013). Väterspezifische Faktoren in Sozialen Frühwarnsystemen. Bachelorarbeit Psychologie, Hamburg Medical School
- Böttcher, Aisha (2013). Prävention in Kommunen. Masterarbeit, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, Department Gesundheitswissenschaften
2012
- Bech, Britta (2012). Fallanalysen zur Diagnostik der Erziehungsfähigkeit in der familienrechtlichen Begutachtung. Diplomarbeit, Fakultät für Psychologie und Bewegungswissenschaften Universität, Hamburg
- Standke, Barbara (2012). Literatur- und Instrumentenanalyse zum Konstrukt Erziehungsfähigkeit. Diplomarbeit, Psychologie, Fakultät für Psychologie und Bewegungswissenschaften, Universität Hamburg
2010
- Heller, Vivian (2010). Vernachlässigung und Migration. Diplomarbeit, Sozialpädagogik Hochschule Hamburg
- Kuntz, Jenny Juliane (2010). Die Rolle von Vätern bei Kindeswohlgefährdung - eine Literatur-Analyse, Diplomarbeit, Fakultät für Psychologie und Bewegungswissenschaften, Universität Hamburg
- Metzner, Franka (2010) Analyse von Risikoinventaren zur Einschätzung von Kindeswohlgefährdung im bundesweiten Einsatz. Diplomarbeit, Fakultät für Psychologie und Bewegungswissenschaften, Universität Hamburg
- Röhrbein, Melanie (2010). Risikokonstellation und Hilfemaßnahmen in Ambulanten Frühwarnsystemen. Diplomarbeit, Fakultät für Psychologie und Bewegungswissenschaften Universität, Hamburg
- Rosch, Ingeborg (2010). Wirkevaluation in Sozialen Frühwarnsystemen. Diplomarbeit, Fakultät für Psychologie und Bewegungswissenschaften, Universität Hamburg